Thailand: Nach Aus von „Tigertempel“ öffnet neuer Zoo

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In der Nähe des umstrittenen „Tigertempels“ in Thailand soll nach dem Abtransport der Tiere bald ein neuer Tigerzoo öffnen. Der Bau sei zu 80 Prozent fertiggestellt, bestätigte der Anwalt Saiyud Pengboonchu, der die buddhistische Anlage Luangta Maha Bua vertritt, heute.

Verwahrloste und tote Tiere

Die Mönche hielten früher mehr als 130 Tiger, was das Gelände rund 120 Kilometer westlich von Bangkok zu einem beliebten Ausflugsziel für Touristen machte, die sich mit den Raubkatzen fotografieren ließen. Thailands Naturschutzbehörde ließ die Tiere im Juni 2016 abholen, weil der Tempel keine Genehmigung für die Haltung besaß.

Nach dem Fund von toten Tigerjungen, Pfoten, Fellen, Hörnern und Kadavern anderer Tiere stand die Tempelverwaltung zudem unter dem Vorwurf des illegalen Wildtierhandels.

Die Behörde beobachtet auch den Bau des rund zwei Kilometer vom Tempel entfernten neuen Zoos mit Skepsis. „Wir wissen nicht, ob der Besitzer jemand ist, der den Zoo im Namen des Tempels betreibt“, sagte ein Mitarbeiter. Eine Genehmigung werde erst erteilt, wenn eine Liste aller Zootiere vorliege und die Anlage fertig sei.

Das Nachrichtenportal Khaosod hatte berichtet, dass ein Reiseveranstalter anbiete, den Zoo schon ab März zu besuchen. Das sei aber mit Blick auf den unfertigen Bau unmöglich, sagte Saiyud.