Trotz des jüngsten staatlichen Verbots der Leihmutterschaft ist sie in China gefragt und kann sich zu kriminellen Geschäften entwickeln, meint der Sputnik-Experte und Sinologe Michail Korostikow. Laut den Medien existiert im Land bereits ein Schwarzmarkt von Leihmüttern und bringt den Einbezogenen hohe Gewinne.


Die Leihmutterschaft in China wird weiterhin illegal bleiben und Verstöße werden bestraft werden, hieß es in einer offiziellen Stellungnahme der obersten Gesundheitsbehörde, die die chinesische Tageszeitung „Renmin Ribao“ vor kurzem veröffentlichte. Eine derartige Praxis sei in den meisten Ländern verboten, denn sie rufe viele rechtliche und ethische Probleme hervor, sagte der Sprecher der Staatlichen Gesundheits- und Familienplanungskommission, Mao Quanan.


Laut Korostikow ist das Problem der Leihmutterschaft in China im vergangenen Jahr besonders akut geworden, als das Verbot für die Geburt eines zweiten Kindes abgeschafft worden war. Die Tageszeitung zitierte einen Arzt, der meinte, in China seien mehr als 90 Prozent der Frauen im Alter über 45 Jahre nicht im Stande, schwanger zu werden.


Korostikow zitiert eine chinesische Professorin der staatlichen Universität für Politologie und Recht, Xia Yinlan, die meint, dass die Legalisierung der Leihmutterschaft zur Diskriminierung der Frauen und ihrer Entführung beitragen könne. Die Entführten könnten also Leihmütter für vermögende Familien werden.


„Renmin Ribao“ hatte zuvor unter Verweis auf eigene Quellen berichtet, dass in China bereits ein Schwarzmarkt für derartige Dienstleistungen existiere. Demnach sollen die Leihmütter und ihre Vermittler durch diese Dienstleistung hohe Gewinne machen. Außerdem reisen Vermögende sogar ins Ausland, um eine Leihmutterschaft zu organisieren. Besonders gefragt seien unter den Paaren, die auf der Suche nach Leihmütter seien, solche Länder wie Thailand, die Philippinen und die Vereinigten Staaten.


Wie dem auch sei, werde die Leihmutterschaft in China noch lange illegal bleiben, meint der Experte.


Zurzeit ist die Leihmutterschaft in den meisten EU-Ländern verboten. Schweden, Großbritannien, Dänemark, Belgien, Griechenland, Portugal und die Niederlande lassen diese Praxis zu.






Über AdriaMediaGroup:

Seit 1999 bilden Online-Magazine das Fundament unseres Unternehmens. Dank unser regelmäßigen Markt- und Zielgruppenanalysen kennen wir unsere Leserinnen und Leser sehr gut und wissen genau, was diese von unseren Magazinen erwarten. Mit renommierten Nachrichtenagenturen wie dpa und AFP ergänzen wir die uns zur Verfügung stehenden Informationsquellen aus Politik und Wirtschaft. Stetig entwickeln wir unsere Magazine weiter und kreieren immer wieder neue Online-Magazine, die speziell auf das entsprechende Marktumfeld angepasst sind. Ob das kleine Nischenmagazin, ein Wirtschaftsjournal im Internet oder ein Tageszeitung im Internet. Mit über 45 Millionen Seitenaufrufen pro Monat (quelle: PIWIK September 2016), zeigt sich dass unsere aktuellen Magazine vom Publikum sehr gut angenommen werden. In den 17 Jahren unserer verlegerischen Tätigkeit mussten wir uns bis heute weder einem Abmahnverfahren stellen noch jemals einen Widerruf veröffentlichen. Entgegen anderer Verlage basiert unsere Berichterstattung auf seriöser Recherche und reinen Fakten. Wir sehen in grundsolider Berichterstattung auch heute noch die Zukunft unserer Arbeit.

Die AdriaMediaGroup ist seit 1999 auf dem internationalen Markt tätig. Derzeit publiziert die ADMG auf dem deutschsprachigen Markt über 80 Online-Magazinen aus unterschiedlichsten Themenbereichen. Alle Zeitschriften werden von unserem eigenem Redaktionsteam regelmässig aktualisiert.