Im November hat der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen die Strafmaßnahmen gegen das kommunistische Land verschärft – als Reaktion auf dessen Atomwaffentests. Doch offenbar umgeht Nordkorea die Sanktionen mit Tricks.


Zu den Sanktionen gehört unter anderem eine Obergrenze für Nordkoreas Kohleexporte nach China, durch den die Einnahmen des kommunistischen Landes in diesem Bereich um 62 Prozent im Vergleich zum Vorjahr sinken. Außerdem verhängte die Internationale Gemeinschaft ein striktes Waffenembargo, um so das Regime in Pjöngjang daran zu hindern, weiter an seinem Atomprogramm zu arbeiten.


Ausgeklügeltes System


Doch offenbar laufen die Restriktionen weitgehend ins Leere, weil Nordkorea sie mit einer Reihe von Mittelsmännern und Tarnfirmen – vor allem in China und Malaysia – aushebelt. Diese verdeckten Handelspraktiken werden in einem 100-seitigen Report der Vereinten Nationen aufgeschlüsselt, der mehreren Nachrichtenagenturen vorliegt.


Demnach handelt es sich um ein ausgeklügeltes System, durch das sich das international weitgehend isolierte Land in den Besitz verbotener Güter bringe. Diese „Umgehungstechniken“ sowie die mangelhafte Umsetzung der UN-Beschlüsse durch die Mitgliedstaaten hätten zur Folge, dass der Effekt der Strafmaßnahmen erheblich gemindert werde, lautete die Schlussfolgerung der Autoren.


Zwielichtige Experten


Dem Bericht zufolge operieren spezielle Banken und Unternehmen noch immer auf dem verbotenen Terrain. „Trotz verschärfter Sanktionen passen sich die Netzwerke des Landes immer besser an die Gegebenheiten an und werden immer trickreicher, um doch noch in das offizielle Bankensystem zu gelangen.“


Dafür nutzten sie gut ausgebildete Agenten, die „sehr erfahren“ seien im illegalen grenzüberschreitenden Transfer von Geld, Menschen und gefährlichen Gütern wie Waffen, heißt es in dem Bericht. Konkret aufgeführt wird eine Waffenlieferung Nordkoreas an das Bürgerkriegsland Eritrea, die im vorigen Jahr aufgeflogen war. Das zeige, dass es weiterhin unerlaubte Wirtschaftsbeziehungen zwischen beiden Ländern gebe.


In dem Papier werden die UN-Mitglieder dazu aufgerufen, „erhöhte Wachsamkeit“ gegenüber nordkoreanischen Diplomaten walten zu lassen, die an kommerziellen Aktivitäten beteiligt seien. Es könne sein, dass einige von ihnen illegale Netzwerke unterstützten. Alles in allem seien die Sanktionen gegen Nordkorea „weiterhin unzureichend und in hohem Maße wirkungslos“, so der Bericht. Um diese Defizite auszugleichen, müssten weitere Maßnahmen gegen das Land ergriffen werden.






Über AdriaMediaGroup:

Seit 1999 bilden Online-Magazine das Fundament unseres Unternehmens. Dank unser regelmäßigen Markt- und Zielgruppenanalysen kennen wir unsere Leserinnen und Leser sehr gut und wissen genau, was diese von unseren Magazinen erwarten. Mit renommierten Nachrichtenagenturen wie dpa und AFP ergänzen wir die uns zur Verfügung stehenden Informationsquellen aus Politik und Wirtschaft. Stetig entwickeln wir unsere Magazine weiter und kreieren immer wieder neue Online-Magazine, die speziell auf das entsprechende Marktumfeld angepasst sind. Ob das kleine Nischenmagazin, ein Wirtschaftsjournal im Internet oder ein Tageszeitung im Internet. Mit über 45 Millionen Seitenaufrufen pro Monat (quelle: PIWIK September 2016), zeigt sich dass unsere aktuellen Magazine vom Publikum sehr gut angenommen werden. In den 17 Jahren unserer verlegerischen Tätigkeit mussten wir uns bis heute weder einem Abmahnverfahren stellen noch jemals einen Widerruf veröffentlichen. Entgegen anderer Verlage basiert unsere Berichterstattung auf seriöser Recherche und reinen Fakten. Wir sehen in grundsolider Berichterstattung auch heute noch die Zukunft unserer Arbeit.

Die AdriaMediaGroup ist seit 1999 auf dem internationalen Markt tätig. Derzeit publiziert die ADMG auf dem deutschsprachigen Markt über 80 Online-Magazinen aus unterschiedlichsten Themenbereichen. Alle Zeitschriften werden von unserem eigenem Redaktionsteam regelmässig aktualisiert.