Bangladesch – arm und dicht besiedelt

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Dhaka (dpa) – Die Volksrepublik Bangladesch gehört zu den am dichtesten besiedelten Ländern der Welt. Mit knapp 150 000 Quadratkilometern ist der südasiatische Staat nicht einmal halb so groß wie Deutschland – mit rund 160 Millionen hat er aber fast doppelt so viele Einwohner.

Bangladesch ist noch immer ein sehr armes Land. Trotzdem hat sich vor allem bei den sozialen Indikatoren im vergangenen Jahrzehnt sehr viel getan: Die Armut wurde um fast ein Drittel reduziert, und bei der Lebenserwartung, der Müttersterblichkeit und der Überlebensrate von Kindern unter fünf Jahren steht Bangladesch mittlerweile besser da als das reichere Nachbarland Indien.

Nach der Entkolonialisierung war Bangladesch mehr als zwei Jahrzehnte eine pakistanische Provinz. Nach einem Bürgerkrieg wurde es 1971 unabhängig. Seit 1991 wird es demokratisch-parlamentarisch regiert, allerdings ist es von Familiendynastien geprägt. Etwa 90 Prozent der Bevölkerung sind Muslime.

Ökonomisch hat Bangladesch einen marktwirtschaftlichen Kurs eingeschlagen. Die meisten Erwerbstätigen arbeiten in der Landwirtschaft, vorwiegend im Reisanbau. Das mit Abstand wichtigste Exportgut sind Textilien. Bangladesch stellt auch die meisten UN-Blauhelmsoldaten und Polizisten: 9398 Männer und Frauen.